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Rund ums Höhlenklettern – Speläologie für Einsteiger

Rund ums Höhlenklettern – Speläologie für Einsteiger

Da ich die Höhlenkletterei – in der Theorie – immer schon spannend fand, werde ich mich dem Thema in diesem Blogpost etwas ausführlicher widmen. Die Höhlenforschung ist eine eigene Disziplin die von sogenannten Speläologen weltweit durchgeführt wird. Die Speläologie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft die u.a. aus Geographen, Geologen, Paläontologen, Archäologen und Biologen besteht. Neben den wenigen beruflichen Wissenschaftler sind es in der Mehrheit Hobbyforscher, die sich, oft in Form eines Vereins, organisieren. Sie kümmern sich um die Vermessung (Speläotopographie), die Entstehung (Speläogenese) und die Flora und Fauna (Speläobiologie) der Höhlen und sind nicht zuletzt im Höhlenschutz aktiv.

Um die Arbeit des Höhlenschutzes auch für Interessierte sichtbar zu machen haben viele, der in Vereinen organisierten, Höhlenforscher touristische Schauhöhlen erschlossen. Diese sind sicher zu begehen und mit ausreichend Licht ausgestattet – oft auch in Begleitung eines kundigen Höhlenführer. Der größte Teil sind jedoch Höhlen in der Region, die nur mit einer entsprechenden Sicherheitsausrüstung, einem hohen Grad an Erfahrung und einer Ausbildung in spezieller Seiltechnik begangen werden können. Darüber hinaus gibt es natürlich noch besondere Höhlen wie dem Mount Everest des Höhlenforschers, dem Klettern im Gouffre Berger Höhlensystem oder die Eishöhlen Grönlands.

Ausrüstung und Sicherheitstechnik des Speläologen

Zur Grundausstattung eines jeden unterirdischen Entdeckers gehört ein stabiler und reissfester Overall: Der Schlaz (schützt vor Schleim und Rotz). Hinzu kommen wasserdichte Gummistiefel mit einem ordentlichen Profil, ein stabiler Schutzhelm und künstliche Lichtquellen. Die früher im Bergbau üblichen Karbidlampen werden heute nur noch von Nostalgikern verwendet und sind von leistungsfähigen LED-Taschen- und Stirnlampen abgelöst worden. Der Speläologie greift aber vor allen Dingen auch auf die Ausrüstungsgegenstände anderer Outdoorsportarten zurück. Dazu gehören u.a.: Neoprenkleidung und Paddlerwesten aus dem Kanusport, Sicherheitsausrüstung aus dem alpinen Klettern und wasserdichtes und robustes Equipment des Canyoning. Insbesondere Klettergurte, Seilklemmen, Reepschnüre und Seile entstammen größtenteils dem technischen Klettern. Einer der wichtigsten Unterschiede ist die Verwendung von Statikseilen. Die beim Sportklettern so wichtige Seildehnung zur Abdämpfung des Sturzes ist beim der Höhlenkletterei eher kontraproduktiv. In Höhlen wird technisch geklettert, abgeseilt und vor allen Dingen wieder am Seil aufgestiegen. Bei dieser Ein-Seiltechnik bindet sich der Entdecker mit Hilfe von Seilklemmen, Prusiken oder speziellen Klemmgeräten in das Fixseil ein und arbeitet sich mit Hilfe von Aufstiegstechniken nach oben (Frosch-, Raupentechnik oder Jümarn). Weiter möchte ich jedoch nicht auf die Techniken des Höhlenkletterns eingehen. Dafür fehlen mir Erfahrung und Ausbildung.

Fazit

Ob man jetzt als ambitionierter Wissenschaftler oder als erfahrener Kletterer mit Entdeckungsdrang: Höhlenforschung erscheint mir als eine außerordentlich interessante Disziplin und ich werde versuchen in 2013 meine ersten Höhlenerfahrungen zu machen und werde natürlich darüber in meinem Blog berichten.

Video: Spéléologie au Gouffre Berger – Auf den Spuren der ersten Entdecker

Ein inspirierender Film der historische Aufnahmen der ersten Entdecker mit modernen Videoaufnahmen aus dem Jahre 2011 kombiniert.

Quellen

Bildnachweise

Datei: Höhlenforscher beim Graben.jpg
Urheber: Arbeitskreis Kluterthöhle
Lizenz: Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported (CC BY 3.0)

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