Australien 2002

Australien 2002

Dieser Artikel wurde im Rahmen meines Projektes „Australien 2002“ von mir verfasst. Weitere Infos zu dem Projekt: Australien 2002 findet ihr hier.

Der Arbeitsalltag im australischen Bush gestaltet sich ein klein wenig anders als beispielsweise auf einer Baustelle in besiedelten Gegenden. Dies liegt vor allem daran, dass man nicht ‚mal eben kurz in den Baumarkt fahren kann um eine fehlende Flansch oder das passende Werkzeug zu besorgen. Bei einer Fahrzeit von knapp 6 Stunden zur nächsten Siedlung muss sich sich das schon wirklich lohnen. Ergo muss im Voraus geplant und falls das nicht geschehen ist, sehr viel improvisiert werden. Read More

Australien 2002

Mornington Station und erste Erfahrungen im australischen Outback

Dieser Artikel wurde im Jahre 2002 von mir verfasst. Weitere Infos zu dem Projekt: Australien 2002 findet ihr hier.

So Jungs und Maedels zu Hause im, wie ich hörte, verregneten Deutschland. Viel ist passiert in den letzten Wochen (Monaten ?).
Erstmal vorneweg: ICH LEBE NOCH

[Anmerkung: Hier fehlen leider ein paar Infos: Ich bin damals mit einem Coach (Reisebus) von Kununurra nach Derby gefahren und dort in das Spinifex-Backpackers eingescheckt. Spinifex ist das Bushgras, das hier überall wächst und einem permanent die Beine aufkratzt. In Derby steht unter anderem noch ein „Boab Prison Tree“ auf dessen Geschichte ich später nochmal eingehen möchte.
Heute leben und arbeiten in Derby ca. 5000 Menschen. Derby und Kununurra sind die Hauptversorgungsknoten für die Betriebe in der Kimberly-Region.
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Australien 2002

How are ya, mate

Dieser Artikel wurde im Jahre 2002 von mir verfasst. Weitere Infos zu dem Projekt: Australien 2002 findet ihr hier.

How are ya, mate

Gesprochen „Hoya, mate“ so wird hier jeder ueberall gegruesst! Die Australier sind noch freundlicher und geselliger als ueberall beschrieben.
Zum Thema Exot und normal.. alle Traveller, wirklich alle die ich hier bisher getroffen habe, sind mindestens für sechs Monate und mehr hier… ich hab‘ wirklich noch keinen echten Urlauber hier getroffen 🙂

Aufbruch nach Katherine

Nach einer Woche Relax- und Chilltime in Darwin packte ich meine Sachen und machte mich auf den Weg nach Katherine (ca. 400 km von Darwin). Hitchhiking ist der beste Weg um das wirkliche Australien kennenzulernen. Ich hab‘ auf dem Weg nach Katherine nur kranke, crazy, but friendly, people kennengelernt. Der Erste hat mir eine Einweisung gegeben „how to hitchhike in OZ“, die Zweite hat war wohl so in meinem Alter, nach ca. 20 km stoppten wir kurz an einer Petrol Station, weil sie ihre Freundin treffen wollte. Die ließ mich 15 Minuten alleine in ihrem Auto mit laufendem Motor (wegen der Air-Condition) und all ihren Wertsachen [… wollte damit wohl meine Überraschung über das Gottvertrauen zum Ausbruch bringen …]. Später, als ich ausstieg gab sie mir noch ihre Handynummer, ich soll sie anrufen, falls ich wieder in der Nähe bin und jemanden brauche, der mich irgendwo hinfaehrt! Hammer! [… Ich war wohl noch nie ein Schnelldenker! …]

Der dritte war auch ein typischer Australier, natürlich mit Bart und ’ner mindestens 20 Jahre alten Karre ! Der Vierte Typ fuhr ’nen uralten RENAULT! Wir hielten an einer Petrol Station „in the middle of nowhere“, er gab mir seine Adresse, ich soll mich melden, wenn ich zurueck bin in Germany. Dann koennte ich seine Didgeridoos weltweit vertreiben […ne Menge Hippies unterwegs …]. Der Typ war nebenbei ziemlich stoned! Hier raucht so ziemlich jeder Gras. Es gibt angeblich Statistiken, nach denen kiffen 80 % der Bevölkerung des Northern Teritorry regelmäßig! Da stand ich nun mitten im nichts … eine Stunde in der Hitze bis dann endlich ein Business-Typ, der auf dem Weg zu seiner Goldmine war, mich die nächsten 250 km nach Katherine mitnahm!

In Katherine angekommen checkte ich ins Palm Court YHA ein. Am nächsten Tag, bin ich dann zur Katherine Gorge getrampt und hab’ne Wanderung gestartet. Es waren zwar in der Summe nur ca. 12 km, bei 45 Grad auf der Gorge […das ist übrigens eine Schlucht …], war es jedoch anstrengend wie ein Marathon! Ziemlich eindruckvoll die ganze Flora und Fauna! Hier ist alles ein bisschen größer: Die Spinnen, die Kakerlaken, die Ameisen und die Geckos!

Kununurra und die Kanutour am Odd-River

Zwei Tage später gings dann weiter nach Kununurra. Ich hab‘ lange gebraucht um das aussprechen zu können 😉 Check-In in das YHA Desert Inn (cooler Name für ein Hostel mitten im Nix). Dann hab‘ ich Manfred (Austria), Hugh und Jason (Britain) und Macey (Kanada, Toronto) kennengelernt. 2 Tage später sind wir auf’ne dreitägige Kanutour gestartet. Das erste Abenteuer war schon die Fahrt zu unserem Startpunkt, dem Lake Argyle: Nach ca. 20 km ist uns ein Reifen vom Anhänger weggeflogen. Nach einer Stunde Suche haben wir das Ding doch tatsächlich im Feld, 30 Meter neben dem Bus wiedergefunden! […was ich heute noch unfassbar finde…] OK, drei Tage ohne Seife, alleine mit den Mozzies (Moskitos) und Freshies (Freshwater Crokodiles) irgendwo in Australien. War ’ne ziemliche Harte aber eindrucksvolle Tour […hohoho, harter Theo…]. Am ersten Abend (hier wird’s bereits um 18:00 Uhr stockdunkel) sind wir bei Vollmond raus um Freshies zu suchen. Wir waren leider nicht erfolgreich, hatten aber einen eindrucksvollen Blick auf den Fluss und die Hügel, die sich hier im Wasser spiegelten. Am zweiten Abend sind alle außer Manfred und mir abgesprungen und mit dem Guide und seinem Motorboot zurueck ins Hostel. Wir hatten noch einen coolen Abend mit Kangaroos, Freshies, Spiders and a lot of ants ! Ach ja, am zweitebn Tag hab‘ ich außerdem meine erste Schlange gesehen. Ein drei meter lange Python, hat sich direkt in den Weg zum Jetti (Anlege-Steg) zum aufwärmen in die Sonne gelegt. Nach drei Tagen Canoe-Trip hab‘ ich erst ‚mal 30 Minuten geduscht! Man wird hier echt anspruchslos. Mehrere Tage in den selben Klamotten …. man gewöhnt sich an alles. Wenn sie dreckig sind oder stinken springt man halt mit den Sachen ins Wasser… eine Stunde später ist man eh wieder trocken :-))))

Heute gehs’s weiter nach Derby (gut 800 km westlich) dort wartet eine Cattle Station, angeblich zwei Stunden von der Stadt entfernt, auf mich. Dort werde ich wohl vier Wochen arbeiten für freie Unterkunft und Verpflegung und A$ 350,- die Woche. Ist zwar nicht die Welt, aber besser als garnix. Da kann ich wenigstens kein Geld ausgeben 🙂 Danach werde ich entweder zurueck nach Darwin, oder direkt nach Perth fahren und mir ein Auto anschaffen. Australien kann wirklich am besten mit ’ner eigenen Karre entdecken, die Entfernungen hier sind einfach gigantisch !

OK, see ya later
THEO

By the way: Hier sind’s im Moment 37 Grad und ich habe seit 2 Wochen keinen Regen mehr gesehen.

Dieser Artikel wurde im Jahre 2002 von mir verfasst. Weitere Infos zu dem Projekt: Australien 2002 findet ihr hier.

Die Bilder von der Katherine Gorge und der Kanutour am Odd River

Weiterlesen >> Old Mornington Bushcamp

Australien 2002

Erste Erlebnisse – Die ersten 68 Stunden downunder!

Dieser Artikel wurde im Jahre 2002 von mir verfasst. Weitere Infos zu dem Projekt: Australien 2002 findet ihr hier.

Hallo Ihr !
nach einem beschissen anstrengendem Flug von insgesamt 26 Stunden bin ich ich dann doch wider erwarten (Verzweiflung!!) noch in Darwin angekommen. Nach vier Kontrollen (Lebensmittel, Grund der Reise, etc.) durfte ich den Flughafen Darwin, der in der Groesse ungefaehr dem Flugplatz Zweibrücken entspricht, verlassen. Die erste Zigarette um 4:00 Uhr morgens bei 27 Grad und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit ähnelte mehr einem Dampfbad mit Nikotin-Beigeschmack !

Australien 2002 - Beach

Australien 2002 - Beach

Danach checkte ich in einem Shuttle-Bus ein, der wider erwarten und Vorankuendigung im Netz doch 5.20 A$ verlangte…da er aber kein Kleingeld zur Hand hatte war er auch schon mit 5 A$ zufrieden und hatte einen klimatisierten Bus, der für alles entschädigte 🙂

OK, check-in ins YHA, dann ging ich mit Sally (England) und Duncan (Scotland) gegen 6:00 Uhr frühstücken, kurz danach ging bereits die Sonne auf und der erste Tag in OZ begann…

Ach ja, mein YHA ist hervorragend ausgerüstet mit Pool, Waschraum, Balkon, einer Riesenküche und halbwegs klimatisierten Schlafräumen. Genau richtig fuer einen Yuppie-Traveller wie ich einer bin 🙂 (jojo)

Australien 2002 - Niklas

Australien 2002 - Niklas

Diesen Begriff hat übrigen Nicklas geprägt, den ich am Nachmittag kennengelernt habe. Nicklas ist ein Hardcore-Traveller mitte bis ende 50 (also ein obdachloser Penner). Er reist seit seiner Geburt durch OZ und ernährt sich von selbst gefangenen Fisch und ähnlichem… Nicklas und seiner Sri-Lanka Freund Kymer haben mich am Strand angelabert und mir stolz ihren selbstgefangenen Moonfish präsentiert…und mich natürlich prompt zum essen eingeladen ! Ist klar, jeder andere wäre Misstrauisch und wäre nicht hingegangen…ausser ich natürlich (mutiger Theo). Kurz zu Woolworth, Kartoffeln und Bier gekauft, dann zurueck zum Strand. Kurz danach hat Kymer mir einen Crashkurs im Angeln gegeben und eine Stunde später habe ich meinen ersten Fisch gefangen, getötet, ausgenommen und gegessen (Bear Theo Grills)!!! War ein ziemlicher beeindruckender Nachmittag für mich.

Und das alles am ersten Tag !!!

Australien 2002 - Beach

Australien 2002 - Beach

Tags darauf hab ich eine kleine Radtour gestartet um die Umgebung zu erforschen. Meinem überragendem Orientierungssinn habe ich wie immer zu verdanken, dass ich zweimal im Kreis gefahren bin ohne es vorher zu bemerken…selbst Australien ist voller schwarzer Löcher und Raumkrümmungen !

Naja, nachdem ich dann 10 Liter Flüssigkeit ausgeschwitzt hatte, diese wieder in Form von Wasser zu mir genommen habe, musste ich leider feststellen, dass niemand an dem kilometerlangen Strand zu finden war. Die haben hier alle zu viel Schiss vor Jellie Fish, Haien, Krokodilen etc. Überall stehen Schilder, man sollte bloss immer eine Flasche Essig mit sich fuehren um die Wunden der Sea Wesps (Jellie Fish) auszuwaschen. Also beschloss ich auch lieber im YHA in den Pool zu springen… 😉

Den dritten Tag hab ich komplett am Pool verbracht und meinen persönlichen Leserekord gebrochen. „Ken Follet, Die Kinder von Eden“ in 3 Tagen fertig gelesen!!! (Um meine Begeisterung zu verstehen: Bis dahin hatte ich tatsächlich mit Ausnahme von „Die Kinder von Bullerbü“ kein einziges Buch zu Ende gelesen!)

Aber eigentlich perfekt als Einstimmung auf alles was kommt. Ich kann langsam meine Reiseplanung angehen und mich an die gemütlichen Australier gewöhnen. Ja ihr cholerischen SB-Autofahrer: „Ich hab hier noch nicht eine Autohupe gehört…noch gar keine“

So jetzt ist meine Zeit im Netz gleich um, ich mach dann mal Schluss und freue mich weiterhin auf eure Mails.
See ya
THEO

Dieser Artikel wurde im Jahre 2002 von mir verfasst. Weitere Infos zu dem Projekt: Australien 2002 findet ihr hier.

Die Bilder

Weiterlesen >> Die ersten zwei Wochen

Australien 2002

Im nächsten Jahr ist es bereits 10 Jahre her, dass ich mich mit einem großen Rucksack und einen Working-Holiday-Visum in der Tasche in einen Flieger von Frankfurt, über Singapur nach Darwin, Australien gesetzt habe. Genau sechs Monate bin ich durch einen Teil des Kontinents gereist, und habe insgesamt 12.627km Wegstrecke hinter mich gebracht. Den größten Teil davon in meinem eigenen Auto. Wenn man die Strecke ohne Unterbrechung fährt, benötigt man dafür laut Google Maps sieben Tage und eine Stunde. Ich hatte zum Glück etwas mehr Zeit 🙂 Read More

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