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Island 2012 – Tag 5 – Von Reykjavík nach Vík

Island 2012 – Tag 5 – Von Reykjavík nach Vík

Unsere Glückssträhne ist nun anscheinend vorbei. Draußen sind es zwischen 3 und 5 Grad und es regnet. Deutsches Herbst-Suddelwetter! Sachen packen und auschecken. Für 11 Uhr haben wir unser Shuttle zum Mietwagenverleiher Thrifty bestellt. Um 11.15 Uhr hat uns dann der liebe Alfred gebeten dass Appartement zu verlassen (was sein gutes Recht war) und wir haben im Flur auf unseren Mietwagenfritzen gewartet. Der kam dann auch schon bald und hat uns brav dabei geholfen unser Gepäck zu verstauen. Angekommen in der Mietwagenzentrale durften wir dann auch schon bald unser Auto in Empfang nehmen: Einen neuen Ford Explorer in der 7-Sitzer-Ausstattung! Bämm! Unser Gepäck verladen und erstmal raus aus der Stadt. An einem Rastplatz außerhalb der Stadt haben wir uns dann zuerst ordentlich eingerichtet:

  • Rückbänke umklappen und testen auf Schlafmöglichkeit – Check!
  • Isländische SIM-Karte in Tablet, WiFi-Hotspot für alle unsere Devices – Check!
  • USB-Ladeadapter und Anschluß für Sound – Check!

Wir befanden uns bereits auf der sogenannten Ringstraße, die – wie der Name schon erahnen lässt – einmal um die Insel führt. Das Ziel unserer ersten Tagesetappe sollte das kleine Örtchen Vík werden. Vík ist laut Reiseführer eine kleine Oase zwischen den bedrohlichen Gletscher Myrdalsjökull und den tiefschwarzen Sand- und Kieselstränden.

Die Ringstraße ist schon ein Erlebnis für sich. Tolle Hügel und die für Island so typische Lavalandschaft findet man auf den ersten paar Kilometern direkt hinter Rekyavík. Danach können wir leider gar nicht mehr wirklich sagen, wie die Landschaft so ist. Mehr Wolken, mehr Nebel, mehr Regen engten unsere Sicht immer mehr ein. Beinahe hätten wir unser Tageshighlight verpass: Auf der linken Seite entdeckten wir zufällig einen Wasserfall, den wir uns dann mal aus der Nähe angesehen haben. Aus Schätzungsweise 60-80 Meter Höhe stürtzte das Wasser lautstark in einen kleinen Pool unterhalb der Felskante. Rund um den Pool war der Boden teilweise völlig vereist. Neben dem Fall führte eine kleine Treppe noch etwas näher an den Fall heran. Die Treppe und sogar die Geländer führten eine ca. 5 cm dicke Eisschicht. Wir haben uns insgesamt nur ca. 20 Minuten in der Nähe des Wasserfalls aufgehalten und waren von oben bis unten Nass! Trotz Regenhose, Jacke und festen Wanderschuhen war ich teilweise nass bis auf die Unterhose! Ein Riesenspaß 🙂

Bei Einbruch der Dunkelheit erreichten wir dann Vík. Über die Beschaulichkeit des wirklich sehr kleinen Dörfchens können wir leider nicht viel sagen. Es war immer noch nass, windig und nebelig – und dunkel! Das YHA (Jugendherberge) war leider schon ausgebucht, uns wurde jedoch noch ein anderes günstiges Hostel empfohlen. Mit etwas Glück fanden wir das angepriesene B&B. Ein altes heruntergekommenes Haus, dass anscheinend in den 50er-Jahren stehengeblieben ist – einfach aufgehört hat zu ticken. Die „Hausdame“ hat uns für sehr wenig Geld (6000 ISK) eingecheckt und Bar kassiert. Dafür haben wir ein Zimmer mit 2 alten Betten bekommen. Kein Frühstück. Retrospektiv, war das auch eine gute Idee. Ich hätte dort nichts essen wollen. Naja, zumindest waren wir nicht die einzigen. Bei unserem Abendessen haben wir noch einen jungen Russen kennengelernt. Der Einfachheit wegen nenne ich ihn einfach mal Popov. Popov war auf den Airwaves und hat sich überlegt in den restlichen 5-6 Tagen einmal um die Insel zu reisen. Für russische Maßstäbe sind die Entfernungen hier sehr klein. Aber selbst mit unserer Luxusoffroadfahrzeug wäre das schon ein echtes Zauberkunststück. Popov hat weder Auto noch einen Plan. Aber er ist optimistisch. Das gefällt mir 🙂

Fotos

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