Archives

Allgemein, Island 2012, Outdoorreisen, Reisetagebuch

Die Nacht im Spukhostel war dann doch besser als erwartet. Gegen 8 Uhr sind wir aufgestanden und haben uns direkt auf den Weg gemacht. Das Wetter hatt sich leider nicht wirklich verbessert. Es regnete und stürmte noch mehr als am Vortag. Also haben wir uns mal wieder gut eingepackt und unser erstes Tagesziel angesteuert.

Die schwarzen Strände von Vík

Unser Ziel lag nicht weit entfernt. Wir erreichten den Strand mit unserem Explorer in wenigen Minuten. Der Wind wurde stärker und der Regen beissend. Trotz allem sollte man hier anmerken, dass wir selten alleine sind. An jedem Spot, den wir anfahren stehen mindestens noch zwei weitere Auto, mit Touristen, die mindestens genauso bescheuert sind wie wir. Wir liefen auf dem pechschwarzen Stein- und Sandstrand in Richtung der beiden Felsnadeln, die kerzengerade aus dem Wasser ragten. Besonders eindrucksvoll, wenn man das Postkartenmotiv nur bei Sonnenschein kennt. Eigentlich hab ich mir Island genauso vorgestellt. Nach dem Spaziergang über den Strand haben wir noch eine kleine Offroadtour zu dem nächsten großen Felsen gemacht. Der offizielle Weg bestand eigentlich nur aus zwei Spurrinnen, die unser Vorgänger bereits gezogen hat. Wieder ein Grund sich über unser eigentlich völlig übertriebenes Auto zu freuen 🙂

Wick Blau

Auf dem Weg zu unserem Primärziel passierten wir einen Wasserfall, der versteckt neben einem verlassenen Bauernhaus wohnte. Wir merkten uns diese Stelle schonmal für den Rückweg. Das Wetter ist in der Zwischenzeit umgeschlagen und aus Regen wurde Schnee. Die Straßen wurden urplötzlich weiß und es klarte etwas auf. Nach weiteren ca. 150km erreichten wir die Ausläufer des Gletschers Breldamerkurjökull. Dort ist die Lagune Jökulsärlón. Die Lagune trägt kleine bis mittelgroße Eisberge vom Gletscher über einen kurzen Fluß bis ins Meer. Ich habe noch nie in meinem Leben Eisberge gesehen und war ziemlich beeindruckt. Die Farbe des Eises wird tatsächlich tiefblau. Immer wieder löst sich ein kleiner Eisberg und kracht tosend Richtung Brandung. Der Schneefall und aufkommende Schneesturm trugen einiges zur bedrohlichen Atmosphäre bei. Wieder einmal echte Arktisatmosphäre. Wie man sie wohl nur in Island – oder eben in der Arktis – findet.

Nachtlager

Nach unserem genauso erdachten Tageshighlight haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht. Es wurde dunkel und das kleine Schneestürmschen hat sich nun in einen ausgewachsenen Schneesturm verwandelt. Glücklicherweise hat Julian den Wasserfall, an dem wir unsere Nachlager aufschlagen wollten, als Punkt auf seiner Googlekarte markiert. Wir währen sonst prompt daran vorbeigefahren. Wir parkten unser Auto versteckt neben dem kleinen Bauernhaus im Schnee. Die Spuren waren binnen einer halben Stunde wieder zugeschneit. Isomatte und Schlafsack im Auto ausgerollt. Das rauschende Wasser im Hintergrund und der stark Schneefall versprachen eine spannende Nacht im Nirgendwo.

Fotos

20121107-224156.jpg

20121107-224224.jpg

20121107-224410.jpg

20121107-224657.jpg

20121107-224906.jpg

20121107-225014.jpg

20121107-225148.jpg

20121107-225209.jpg

Allgemein, Island 2012, Outdoorreisen, Reisetagebuch
  • Island 2012 – Tag 4 – Auf der Suche nach dem Meeresgetier

Island 2012 – Tag 4 – Auf der Suche nach dem Meeresgetier

Den vierten Tag konnten wir etwas ruhiger angehen. Maria von Elding.is (Whale watching) hat uns mitgeteilt, dass wir abgeholt werden und wir uns bitte ab 12.15 Uhr bereit halten sollten.

Sonne über Reykjavík

Der Tag begann mit einem strahlendblauen Himmel, so dass wir beschlossen uns die Stadt nochmal bei Sonnenschein anzusehen. Es war zum ersten Mal fast windstill und durch die Sonne sogar richtig warm. Julian schlug vor, dass wir uns die Hallgrimskirja (siehe Blogpost Tag 1) nochmal bei Tageslicht anschauen sollten. Für umgerechnet 3€/Person sind wir auf den Turm rauf und wurden mit einem prächtigen Blick über Reykjavík belohnt.

Wale suchen

Um Punkt 13.15 Uhr stand unser Shuttle vor der Tür um uns zum Hafen von Reykjavík zu bringen. Von dort aus sind wir in einen Reisebus umgestiegen und in einer knapp einstündigen Fahrt zum Hafen nach Grindavík gebracht worden. Dort erwartete uns schon das Walfang-, sorry ich meine natürlich unser Ausflugsboot. An Board begrüßte uns unsere Reise- und Walführerin Meira. Nach einer kurzen Begrüßung, der obligatorischen Sicherheitseinweisung und Einführung in die Gepflogenheiten an Board ging es auch schon los. Meira führte uns in die Fauna des Meeres ein und wurde niemals müde uns ständig spannende Details über die Wale ihren Lebensraum und ihre Lebensweise zu erzählen. Selbst das schwierige Thema des kommerziellen Walfangs in Island scheute sie nicht anzusprechen. Bei immer noch blauem jedoch schon leicht bewölktem Himmel fuhren wir aufs Wasser, auf die Suche nach den Meeresriesen. Wer Bootsfahrten mag ist hier auf jeden Fall richtig aufgehoben: Frische Luft, tolles Wetter und eine wirklich schöne Aussicht auf das Festland und die Berge. Bis auf ein paar Delfine und verschiedene Vögel haben wir leider nicht sehr viel gesichtet. Ich glaube jedoch, dass uns die Rückenflosse eines Wals nicht wirklich glücklich gemacht hätte. Gemeinsam mit einer Horde mit Kameras bewaffneten Menschen, in einer touristischen Aktion, auf „Walfang“ zu gehen, ist ein Konzept, dass ich noch nicht verstanden habe. Nichtdestotrotz war es ein schöner Bootsausflug, der mir Spaß gemacht hat. Danke an Maria von Elding für den tollen Nachmittag.

Iceland Airwaves – Sigur Rós

Unser Ausflugsboot hat glücklicherweise frühzeitig seinen Trip beendet. Wir waren anscheinend nicht die einzigen auf dem Boot, die pünktlich zum Konzert kommen wollten: Das Sigur Rós Konzert hatte durchaus den Charakter eines nationalen Events. Elding hat sogar angeboten die Gäste der Bootstour direkt zur Konzertarena zu fahren. Wir sind jedoch erst noch schnell in unser Appartement unseren Kamerakrempel abzuladen, uns weniger taffere Klamotten anzuziehen und sind dann mit dem Taxi zu Sigur Rós. Über das Konzert an sich will ich gar nicht allzuviel sagen: Toller Sound, noch viel tollere Visuals, hat Spaß gemacht! Danach waren wir allerdings wirklich kaputt. Die isländische Band hat uns leider über eine Stunde warten lassen und in der Arena war die Luft zum Schneiden. Danach sind wir mit der gesamten Menschenmassen zu Fuß zurück in die Stadt. Der Tag war lange und wir haben es nicht einmal mehr geschafft noch einen Absacker zu trinken.

Fotos

20121105-212251.jpg

20121105-212319.jpg

20121105-212348.jpg

20121105-212412.jpg

20121105-212436.jpg

20121105-213215.jpg

20121105-220639.jpg

20121105-220840.jpg

20121105-220918.jpg

20121105-220950.jpg

20121105-222726.jpg

Allgemein, Island 2012, Outdoorreisen, Reisetagebuch

Nach den zwei sehr ereignisreichen Tagen haben wir für Tag 3 einen etwas ruhigeren Tagesplan angesetzt. Heute morgen haben wir den Stadtkern von Reykjavik zu Fuß erkundet. Das Wetter hat sich zwar bereits beruhigt, jedoch hatten wir selbst in Reykjavik immer noch Windgeschwindigkeiten zwischen 10 und 15 Meter/Sekunde. Der Chillfaktor durch den Wind war also immer noch immens hoch. Die am Vortag bewährte Kleidung hat uns jedoch ausreichend geschützt. Zum Thema Kleidung vielleicht später noch mehr.
Reykjavik ist eigentlich ein sehr hübsches Städtchen. In der Laugavegur spielt sich das meiste Leben hab. Hier sind Pubs, Bistros, kleine Geschäfte, jede Menge Recordstores und vor allen Dingen viele kleine und gut besuchte Cafés (Kaffibar). Eine Kaffibar kann ein Café, ein Bistro, ein Restaurant oder eine Bar sein. Meistens ist es irgendwie alles zusammen. Kulinarische Einflüsse gibt es unter anderem aus Dänemark (Pølser), USA (Burger) und England (Weißbrot). Daneben gibt es neben leckeren Island-Lamm auch Walfleisch (welcher natürlich ausschließlich zu Forschungszwecken gejagt wird).

Wohnen in Reykjavik

Ein bis zwei Parallelstraßen weiter erstreckt sich auch schon das erste Wohngebiet. Hier finden sich kleine Wohnhäuser, die maximal in den 2.Stock reichen. Hochhäuser gibt es außer ein paar Neubauten am Meer fast keine. Der Isländer baut anscheinend – und glücklicherweise – nicht gerne in die Höhe. Neben den klassischen skandinavischen Bauten aus buntem Wellblech gibt es auch einige schöne Häuser aus der Zeit zwischen 1890 und 1920.

Neues Asyl

Wir mussten gestern übrigens unsere Unterkunft wechseln. Wir haben wohl irgendwie verpeilt, dass wir ja eigentlich noch eine Nacht länger bleiben müssen, wenn wir nicht auf der Straße schlafen wollen. Nunja, in Reykjavik ist gerade das Airwaves und wir haben genau noch ein Appartment gefunden, welches nicht 200€/Nacht gekostet hätte. Das Glück war uns mal wieder hold und wir haben somit sogar eine bessere Unterkunft gefunden; noch näher zur City und sogar ein eigenes Bad 🙂

Alltägliches in Island

Wie die Stadt mit heißem Wasser versorgt wird hab ich ja bereits in meinem letzten Blog erzählt. Mit dem heißen Wasser wird in ganz Reykjavik auch geheizt. Viele Heizungen hier haben gar keinen Thermostaten. Reguliert wird, indem man ein Fenster öffnet. Doppelverglasung und Wärmeisolierung sind in Island scheinbar auch nicht wirklich ein Thema. Ein Kubikmeter heißes Wasser kostet auch nich wesentlich viel mehr als kaltes Wasser. Sogar auf dem Sigur Rós Konzert werden einfach die Türen aufgemacht, wenn es zu heiß wird, wie wir morgen erfahren werden. Mann muss sich aber an den omnipräsenten Schwefelgeruch gewohnen, sobald man das heiße Wasser in der Dusche aufdreht. Die Sache mit dem Strom ist für uns deutsche ziemlich einfach: 230Volt und deutsche Steckdosen kommen hier zum Einsatz!

Wir haben den Tag diesmal etwas ruhiger angehen lassen und ich habe mir sogar mal ein Mittagschläfchen gegönnt. Der vierte Tag erwartet uns mit weiteren Highlights: Whale Watching mit eldings.is und das Sigur Rós Konzert auf den Iceland Airwaves.

Fotos

20121105-010827.jpg

20121105-010912.jpg

20121105-010950.jpg

20121105-011019.jpg

20121105-011102.jpg

20121105-011127.jpg

Blog via E-Mail abonnieren

Gib Deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Reklame

Bergfreunde.de - Ausrüstung für Klettern, Bergsport und Outdoor

Iceland 2012

I love vaping