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icebreaker© MERINO – Ich bin Fan!

icebreaker© MERINO – Ich bin Fan!

Im Januar 2011 habe ich mir mein erstes icebreaker-Produkt zugelegt: Ein Icebreaker GT260 Midweight LS Pursuit Crewe und darüber berichtet. Hinter dem kompliziert klingenden Namen steckt ein Longsleeve aus reiner Merinowolle. Bis heute mein liebstes Underlayer-Kleidungsstück in der kalten Jahreszeit und dem sich derzeit herauszögernden Sommer. Da ich Westen mag und ich die Wärmeisolierung von icebreaker großartig finde, haben mir die Bergfreunde die GT 260 Midweight Quantum Vest als Testprodukt zur Verfügung gestellt.

icebreaker Quantum Vest 260 GT im Dauertest

Die Weste besitzt eine ähnliche Qualität wie die bereits erwähnte langärmelige Pursuit Crewe. Das gleiche Material (98% Merino, 2%Elastan) und die gleiche Stärke (260g/m²). Ein ergonomischer Schnitt und die perforierten Seiteneinsätze sorgen für sehr guten Tragekomfort und ausreichende Belüftung. Die verlängerte Rückenpartie sorgt für einen warmen Rücken bis zum Hinterteil. Reflektierende Streifen entlang des Frontreißverschlusses sorgen für bessere Sichtbarkeit bei Dämmerung oder in der Nacht. Das Modell wurde bereits überarbeitet und hat in der neuen Version auch eine kleine Brusttasche mit Kabelführung für das Smartphone oder den MP3-Player.

Die Weste tragt sich sehr angenehm direkt auf dem T-Shirt und sorgt direkt für ein angenehmes Wärmegefühl. Wenn man den Reißverschluss bis oben verschließt fühlt man selbst im Nacken sofort eine angenehme Wärme. Ich selbst trage die Weste auch mal über einem Fleecepullover, zum Beispiel beim Zelten, wenn die Frühjahrssonne hinter einer Wolke verschwindet.

Anfangs war ich noch ein bisschen skeptisch wie lange das Material meine Nutzung übersteht. Ich gehöre nämlich nicht zu den Leuten, die besonders pfleglich mit ihrem Material umgehen 🙂 Merinowolle ist jedoch robuster, als man vielleicht denkt. Das Longsleeve hat nach über 2 Jahren die ersten Abnutzungserscheinungen am Ärmelbund (was aber auch mit der Daumenschlaufe zusammenhängt, die ich gerne nutze) ist aber sonst noch fabelhaft in Schuss. Die Weste weißt auch jetzt noch, nach unzähligen Outdooreinsätzen und Waschgängen, keine Materialunebenheiten auf. Die übliche Flusenbildung, die ich sonst von Textilien kenne, ist hier nur kaum merklich im Bereich des Nackens, zu entdecken. Bemängeln kann ich lediglich, dass die reflektierenden Streifen am Reißverschluss die Weste ein wenig „billig“ aussehen lassen. Funktion geht hier aber sicherlich vor.

icebreaker hat sein Portfolio in den letzten Monaten stark erweitert. Am spannendsten finde ich die neue RealFleece-Reihe: Fleecejacken aus 100% Merinowolle! Wie zum Beispiel die ‚Icebreaker – RealFleece 260 Sierra Full Zip‘. Sieht nach einem tollen Stück warmer Kleidung aus. Sehr wahrscheinlich meine nächste Anschaffung für den Herbst, oder vielleicht auch schon früher in diesem Nicht-Frühling/Sommer …

icebreaker ethisch absolut vertretbar

icebreaker hat von Anfang an für Furore gesorgt mit seinen selbstauferlegten Qualitätsstandards in Produktion und Tierschutz. Der neuseeländische Outdoorhersteller verbietet zum Beispiel bei seinen Zulieferern bis heute das umstrittene, jedoch in Ozeanienen weit verbreitete, Mulesing an den Merinoschafen. Jedes Kleidungsstück verfügt außerdem über eindeutige ID, den sogenannten BAACODE. Über diesen BAACODE kann man herausfinden von welcher Form die Wolle kommt. Fasern aus meiner Weste kommen beispielsweise zu einem Teil von der Middlehurst Station auf der Südinsel Neuseelands. Die Farmerfamilie Macdonald kann man sogleich über ein Video auf der icebreaker-Website kennenlernen. Außerdem definiert auch icebreaker Standards für Umweltschutz und Arbeitnehmerschutz.

Skeptiker mögen sagen, dass man viel behaupten könne und „Papier schließlich geduldig sei“, aber ich finde das icebreaker einen sehr wichtigen und nachhaltigen Ansatz entwickelt hat, von dem sich viele Textilhersteller eine Scheibe abschneiden können. Ökofatalisten mögen anmerken, dass es ja immer noch nicht richtig sei, seine Kleidung über die halbe Welt zu verschiffen und man sie lieber beim Hersteller vor Ort kaufen sollte. Für diejenigen, die sich nur von Fallobst ernähren können und vielleicht nur Wolle aus eigener Schafszucht verwenden, mag das so funktionieren. Für mich ist die Philosophie von icebreaker eine gute Alternative zum Ökohippie in Bastlatschen.

Bilder

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