Allgemein

Hier ist die Kategorie für alles Andere; das Feuilleton; Off-Topic; wie die Behälter für den Kram, den man nicht zuordnen kann. Alles was irgendwie Lesenswert ist und im weitesten Sinne zum Thema meines Blogs passt werfe ich hier rein. Viel Spaß beim lesen …

Allgemein, News

Die besten Kletterfilme von Peter Mortimor und Josh Lowell. In 90 schweißtreibenden Minuten beweisen die Stars der Szene Alex Honnold, Conrad Anker oder Chris Sharma einmal mehr ihre Fingerfertigkeit am Fels. Das besondere der Tour ist wohl, dass die Filmtour ausschließlich in Kletterhallen gezeigt wird.

Die REEL ROCK 7 ist ein Filmabend, der den Sport in all seinen Facetten zeigt: Ungeschminkte Schwielen, übermenschliche Schinderei und die überbordende Freude – alles eingebettet in fantastische Landschaftsbilder!

Die Filme

  • Honnold 3.0
  • The Shark’s Fin
  • La Dura Dura
  • Wide Boys

Termine & Locations

  • 7.4.2013, 21 Uhr, Bensheim, High Moves
  • 11.4.2013, 20.30 Uhr, Forchheim, Kletterhalle
  • 12.4.2013, 21 Uhr, München, Gilching Kletterhalle
  • 13.4.2013, 20.30 Uhr, Neu Ulm, Sparkassendome
  • 14.4.2013, 21 Uhr, Stuttgart, DAV Kletterzentrum
  • 15.4.2013, 20.30 Uhr, Würzburg, DAV Kletterzentrum
  • 17.4.2013, 21 Uhr, Hamburg, Nordwandhalle
  • 18.4.2013, 20.30 Uhr, Dresden, Globetrotter Filiale
  • 19.4.2013, 21 Uhr, Berlin, Magic Mountain
  • 20.4.2013, 21 Uhr, Frankfurt, Boulderwelt
  • 21.4.2013, 21 Uhr, Köln (Wesseling), BronxRock
  • 25.4.2013, 20.30 Uhr, Stephanskirchen, Kletterhalle Rosenheim
  • 26.4.2013, 20 Uhr, Wiesbaden, Wiesbadener Nordwand
  • 27.4.2013, 20.30 Uhr, Salzburg, Kletterhalle Salzburg
  • 28.4.2013, 20 Uhr, Wien, VHS Wiener Urania
  • 2.5.2013, 20.30 Uhr, Augsburg, DAV Kletterzentrum
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HONNOLD 3.0

Vor drei Jahren war er noch „Alone on the Wall“ und lebte allein in seinem Van on the road. Inzwischen ist Alex „Honnold 3.0“ sesshaft geworden und wohnt mit seiner Freundin in einer WG in Bishop. Es hat sich also einiges geändert im Leben des kalifornischen Kletterstars. Doch auch wenn nicht mehr solo ist, eine Schwäche fürs Free Solo hat er nach wie vor. Ob beim Highball Bouldering oder an den steilsten Wänden im Yosemite Valley. Alex Honnold gibt Vollgas: zuletzt kletterte er Mt. Watkins, El Cap und Half Dome in unter 19 Stunden – 95% davon… Free Solo.

THE DURA DURA

Schwerer als schwer ist für Chris Sharma gerade gut genug. Nicht umsonst hat der US-Amerikaner 15 Jahre lang die internationalen Sportkletterszene dominiert. Doch selbst nach seinem Ausstieg aus dem Wettkampfzirkus, bringt es nicht fertig, die Finger von den ganz besonders harten Routen zu lassen. In seiner Wahlheimat Katalonien hat er sich ein Klettermekka geschaffen, das seinesgleichen sucht – aber auch die jungen Wilden auf den Plan ruft: allen voran den jungen tschechischen Kletterstar Adam Ondra.[/half] [half]

THE SHARK´S FIN

Die Shark’s Fin am Mount Meru zu besteigen, das ist Conrad Ankers Lebenstraum. Für seine Seilpartner Jimmy Chin und
Renan Ozturk ist es eine Kletterherausforderung. Beim ersten Versuch 2008 verweigert ihnen der Berg den Gipfelsieg. Drei Jahre später kehren sie nach Indien zurück. Dass Renan beim zweiten Besteigungsversuch der über 900 Meter hohe Granitwand überhaupt dabei sein kann, grenzt an ein Wunder: Sechs Monate vorher hatte er sich bei einem Backcountry-Skiunfall eine Wirbelsäulen und Schädelfraktur zugezogen. Aber weil er sein Team nicht im Stich lassen will, zieht er sein Vorbereitungstraining mit eiserner Disziplin durch. Conrad und Jimmy unterstützen ihn, wo sie nur können, aber der Berg führt es ihnen deutlich vor Augen: Renans größter Gegner ist sein eigener Körper.

WIDE BOYS

Die spinnen, die Briten. Und sie zeigen den Amerikaner ganz nebenbei wo beim Offwidth-Klettern der Hammer hängt. Um die weitesten und fiesesten Risse der USA zu bezwingen, sind Tom Randall und Pete Whittaker extra über den großen Teich gereist. Zu recht, wie sich nach dem First Ascent der weltweit härtesten Offwidth-Route „Centry Crack“ herausstellt… Shocking![/half]

Alle Infos zu Terminen, Tickets und Programm unter www.reel-rocK.eu

 

Quelle: Pressemitteilung Moving-Adventures vom 14.02.2013

Allgemein, Island 2012, Outdoorreisen, Videos

Der Müllerkai hat früher mal tolle Webseiten gebaut und mit Stylespion.de einen der „frühen“ erfolgreichen Blogs geführt. Seit einiger Zeit hat er sich völlig der Fotografie verschrieben: Menschen und Musik. Das kann er ziemlich gut. In den letzten beiden Jahren hat er öfters Island besucht und die dortige Musikszene porträtiert. Einen Großteil der Ergebnisse könnt ihr auf sonic-iceland.com sehen und lesen. Ein nettes Portrait von Kai findet ihr in diesem Video. Was ihn aber meisten auszeichnet, ist dass man mit ihm hervorragend Biere trinken kann.

Allgemein

Alles Neu im neuen Jahr

Eigentlich wollte ich schon im letzten Jahr mein Layout überarbeiten, aber irgendwie konnte ich mich von meinem Design nicht trennen. An den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich nun doch den Entschluss gefasst meinem Blog ein neues Erscheinungsbild zu gönnen. Eine Modernisierung war dringend notwendig schon alleine weil ich mein nutzloses Blogpost-jCaroussel-Slider-Dings unbedingt loswerden wollte. Ich habe mich für ein modernes Grid-Design entschieden. Das Layout ist nun responsiv, was bedeutet es sollte nun auch auf allen digitalen Endgeräten ordentlich angezeigt werden. Auf einem iPhone, einem iPad und einem Nexus7 sieht es auch schon ganz ordentlich aus. Falls noch jemand Probleme mit der Lesbarkeit haben sollte, freu ich mich über eine kurze Rückmeldung (Kommentar/Mail/Tweet/FB-Post) mit Angabe eures mobilen Endgerätes.

 

Inhalte konservieren

Desweiteren habe ich mich von Johnny Haeusler und seinem Blogbeitrag „2013: Das Web zurückerobern“ inspirieren lassen. Zusammenfassend geht es in dem Artikel hauptsächlich um die sozialen Netzwerke, die wir alle mittlerweile gerne nutzen und deren Vorteile wir zu schätzen wissen. Wir posten auf Facebook, Twitter, Pinterest und Instagram und erfreuen uns über die von uns allen generierten Inhalte. Leider vergessen wir manchmal, dass alles irgendwie im Äther verloren geht und wir nicht wirklich großen Einfluss auf den Verbleibt unseres Contents haben. Ich weiß gar nicht wie oft ich schon minutenlang durch meine Facebooktimeline gescrollt bin, nur um einen Eintrag wiederzufinden, den ich am Vortag gesehen habe. Deswegen experimentiere ich derzeit mit einem nützlichen Plugin, des automatisch aus meinen Instagramfotos einen Blogeintrag erstellt. Die Bedienung ist kinderleicht und irgendwie finde ich es auch ganz hübsch. Die Bilder werden instant in meine Mediathek übernommen und mit der Beschreibung aus Instagramm versehen.

 

Unter der Motorhaube

Die Kommentarfunktion wurde erweitert, so dass man sich auch via Facebook oder Twitteraccount anmelden und dann kommentieren kann. Neben den üblichen Abonnierfunktionen wie Facebook, Twitter und dem RSS-Feed, könnt ihr meine Blogposts jetzt auch einfach per E-Mail abonnieren. Der Abonnent kann selbst wählen, wie oft er über neue Blogeinträge informiert werden möchte. Unter der Motorhaube nutze ich jetzt zusätzlich neben Google Analytics auch das Statistiktool von WordPress.com. Dies sind alles Bordfunktionalitäten der WordPresserweiterung Jetpack. Wer sich mehr dafür interessiert kann sich auf der Website von WordPress über das Plugin Jetpack informieren.

Das waren jetzt die größten Änderungen. Ich hoffe jedenfalls das neue Look&Feel gefällt euch und freue mich auf euer Feedback und natürlich euren regelmäßigen Besuche 🙂

Allgemein, Ausrüstung
  • Shitbox – Komfortables Geschäft für unterwegs

Shitbox – Komfortables Geschäft für unterwegs

The Brown Corporation… a solid company

So ein Umzug ist ja in der Regel für vieles gut. Manchmal können sich da echte Schätze auftun. Mein persönliches Fundstück des Jahres: Die Shitbox von thebrowncorporation.com. Dieser nützliche Ausrüstungsgegenstand erklärt sich so ziemlich von selbst.

Shit Box is a lightweight portable cardboard toilet, made specifically for outdoor use. The box pops up from a convenient 14 inch flat pack to a rigid, reusable, comfortable toilet. Each box comes with ten degradable waste bags.

Where could it be used?

  • Festivals
    – when the loos are too awful
  • Camping
    – or any outdoor activity
  • Building sites
    – when there are no facilities
  • Fishing
    – doubles up as a stool (ha ha)
  • Travel
    – some toilets are best avoided

Danke nochmals an @AlexDahlem der mir vor einer halben Ewigkeit das portable Campingklo überreicht hat. Zum Lieferumfang gehört übrigens auch ein Startvorrat kompostierbare Tüten – in braun.

Allgemein, Video

Ab Dienstag, dem 08.Januar 2013 zeigt zdf.kultur die besten Filme der European Outdoor Film Tour jeden Dienstag ab 21:00 Uhr. Am kommenden Dienstag startet die Reihe mit Xavier Rosset und „300 Days“. Xavier führt das Experiment „Leben auf einer einsamen Insel“ durch – mit sehr gemischten Gefühlen. Lustig, spannend und wirklich sehenswert:

Wer träumt ihn nicht, den Traum von der einsamen Insel? Kein Stress, himmlische Ruhe. Nur der Wind säuselt durch die Palmenwipfel und das Rauschen der Brandung wiegt Dich in den Schlaf… Soviel zur weit verbreiteten Vorstellung vom romantischen Inselleben. Als Xavier Rosset für 300 Tage auf Tofua eincheckt, stellt er bereits nach wenigen Stunden fest, dass die Realität anders aussieht: Er ist allein und am Ende der Welt, zwar Herrscher über knapp 50km2 wild bewachsene Inselfläche, aber eigentlich auch nur das Ende der bedauernswert kurzen Nahrungskette, das hier jeden Tag aufs Neue einen Kampf ums Überleben führen muss.

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Allgemein, Klettern

Da ich die Höhlenkletterei – in der Theorie – immer schon spannend fand, werde ich mich dem Thema in diesem Blogpost etwas ausführlicher widmen. Die Höhlenforschung ist eine eigene Disziplin die von sogenannten Speläologen weltweit durchgeführt wird. Die Speläologie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft die u.a. aus Geographen, Geologen, Paläontologen, Archäologen und Biologen besteht. Neben den wenigen beruflichen Wissenschaftler sind es in der Mehrheit Hobbyforscher, die sich, oft in Form eines Vereins, organisieren. Sie kümmern sich um die Vermessung (Speläotopographie), die Entstehung (Speläogenese) und die Flora und Fauna (Speläobiologie) der Höhlen und sind nicht zuletzt im Höhlenschutz aktiv. Read More

Allgemein, Island 2012, Outdoorreisen, Videos

Und hier ist Videotrailer Nr.2

Bis auf eine Ausnahme sind alle Aufnahmen dieses Trailers mit der GoPro HD Hero 2 erstellt worden. Wegen der Wetterbedingungen war die GoPro die einzige Kamera, die wir noch einsetzen konnten ohne unser Material zu gefährden 🙂

Danke nochmal an unsere Partner Icelandair und Snaeland.is und den lieben Schneemenschen für die freundliche Leihgabe der GoPro.

Music

Score

CC BY 3.0Lucid Nightmare von Pattanga

Outro

CC BY 3.0Magnum Proelium – Epic Trailer Score von Walif Feghali

Allgemein, Island 2012, Outdoorreisen, Reisetagebuch
  • Island 2012 – Tag 7 – Von Wasserfällen, Wettergrenzen und einer furzenden Trollin

Island 2012 – Tag 7 – Von Wasserfällen, Wettergrenzen und einer furzenden Trollin

Die Nacht im Auto war lang und später auch kalt. Mein Schlafsack hat wohl leider ausgedient bzw. taugt wohl nur noch als Sommerschlafsack. Gegen 7.30 Uhr haben wir das Auto angemacht, ordentlich gelüftet und die Klimaanlage die Feuchtigkeit aus dem Auto blasen lassen. Ein Hoch auf die komfortverwöhnten Amis, die für diesen Ford Explorer verantwortlich sind. Draußen erwartete uns eine Schneelandschaft im „Sonnenaufgang“ (genaugenommen wurde es einfach nur heller, von Sonne keine Spur). Ich hab schnell noch ein paar Fotos mit längerer Belichtung gemacht und dann sind wir sofort losgefahren: Auf der Suche nach einer heißen Tasse Kaffee!

Die Landschaft hat sich über Nacht in eine geschlossene Schneedecke verwandelt. Die bizarren Lavaformationen am Streckenrand sahen jetzt noch interessanter aus. Die Wolken verschwanden langsam und die Sicht wurde somit immer besser. Wir waren bereits auf dem Rückweg nach Keflavík (Internationaler Flughafen). Vor uns lagen jedoch noch ca. 300km Fahrtstrecke und wir waren sehr gespannt was uns noch erwartet. Unseren Kaffee haben wir dann auf dem Rückweg in Vík an der Tankstelle getrunken. Vík ist bei Tageslicht und mit weniger Nebel tatsächlich ein sehr schönes kleines Dorf. Hinter Vík fuhren wir noch ein kleines Stück Passstraße und von einer Sekunde auf die andere hörte es auf zu schneien und die Landschaft färbte sich von schneeweiß wieder zurück auf das bekannte moosgrün – und zwar unmittelbar. Als hätten die Weltenbauer hier vergessen einen fließenden Übergang zu implementieren.

Wir fanden es auf jeden Fall großartig. Endlich konnten wir sehen wir bildschön die gesamte Strecke ist. Viele bunte Hügel, schneebedeckte Berge, Lavaflächen, Flussläufe, kleine Täler und ständig wechselnde Farben. Ultra! Unser „daily waterfall“ war an diesem Tag der Skógafoss. Ein toller breiter Wasserfall, der tosend nach unten stürzte. Die restlichen 200km genossen wir einfach nur noch die Landschaft und legten regelmäßige Fotostopps ein. Außerdem machten wir noch einen Abstecher zu einem historischen Bauernhof, der bis in die 60er Jahre noch bewirtschaftet wurde. Spannend.

Von der guten Laune angesteckt beschlossen wir jetzt doch nicht im Auto am Flughafen zu pennen, sondern den letzten Abend in einem B&B zu übernachten und den Urlaub mit einem leckeren Abendessen abzurunden. Das B&B, das wir von unterwegs gebucht haben ist absolut erwähnenswert: Home Guesthouse in Keflavík. Tolles Haus, toller Gastgeberin und günstiger Preis. Diese und alle anderen Locations werden ich euch in einem weiteren Post gesondert vorstellen.

Nach dem Abendessen besuchten wir noch eine Trollhöhle im Hafen von Keflavík. Diese war zwar leider geschlossen, aber detaillverliebt wie die Isländer sind: In der Höhle war noch ein wenig Licht und man könnte das Schnarchen der Trollin hören. Wenn man genau hingehört hat wurden die Geräuche auch etwas uncharmanter. Ein grandioser Abschluss des des letzten Abends auf Island 🙂

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Allgemein, Island 2012, Outdoorreisen, Reisetagebuch

Die Nacht im Spukhostel war dann doch besser als erwartet. Gegen 8 Uhr sind wir aufgestanden und haben uns direkt auf den Weg gemacht. Das Wetter hatt sich leider nicht wirklich verbessert. Es regnete und stürmte noch mehr als am Vortag. Also haben wir uns mal wieder gut eingepackt und unser erstes Tagesziel angesteuert.

Die schwarzen Strände von Vík

Unser Ziel lag nicht weit entfernt. Wir erreichten den Strand mit unserem Explorer in wenigen Minuten. Der Wind wurde stärker und der Regen beissend. Trotz allem sollte man hier anmerken, dass wir selten alleine sind. An jedem Spot, den wir anfahren stehen mindestens noch zwei weitere Auto, mit Touristen, die mindestens genauso bescheuert sind wie wir. Wir liefen auf dem pechschwarzen Stein- und Sandstrand in Richtung der beiden Felsnadeln, die kerzengerade aus dem Wasser ragten. Besonders eindrucksvoll, wenn man das Postkartenmotiv nur bei Sonnenschein kennt. Eigentlich hab ich mir Island genauso vorgestellt. Nach dem Spaziergang über den Strand haben wir noch eine kleine Offroadtour zu dem nächsten großen Felsen gemacht. Der offizielle Weg bestand eigentlich nur aus zwei Spurrinnen, die unser Vorgänger bereits gezogen hat. Wieder ein Grund sich über unser eigentlich völlig übertriebenes Auto zu freuen 🙂

Wick Blau

Auf dem Weg zu unserem Primärziel passierten wir einen Wasserfall, der versteckt neben einem verlassenen Bauernhaus wohnte. Wir merkten uns diese Stelle schonmal für den Rückweg. Das Wetter ist in der Zwischenzeit umgeschlagen und aus Regen wurde Schnee. Die Straßen wurden urplötzlich weiß und es klarte etwas auf. Nach weiteren ca. 150km erreichten wir die Ausläufer des Gletschers Breldamerkurjökull. Dort ist die Lagune Jökulsärlón. Die Lagune trägt kleine bis mittelgroße Eisberge vom Gletscher über einen kurzen Fluß bis ins Meer. Ich habe noch nie in meinem Leben Eisberge gesehen und war ziemlich beeindruckt. Die Farbe des Eises wird tatsächlich tiefblau. Immer wieder löst sich ein kleiner Eisberg und kracht tosend Richtung Brandung. Der Schneefall und aufkommende Schneesturm trugen einiges zur bedrohlichen Atmosphäre bei. Wieder einmal echte Arktisatmosphäre. Wie man sie wohl nur in Island – oder eben in der Arktis – findet.

Nachtlager

Nach unserem genauso erdachten Tageshighlight haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht. Es wurde dunkel und das kleine Schneestürmschen hat sich nun in einen ausgewachsenen Schneesturm verwandelt. Glücklicherweise hat Julian den Wasserfall, an dem wir unsere Nachlager aufschlagen wollten, als Punkt auf seiner Googlekarte markiert. Wir währen sonst prompt daran vorbeigefahren. Wir parkten unser Auto versteckt neben dem kleinen Bauernhaus im Schnee. Die Spuren waren binnen einer halben Stunde wieder zugeschneit. Isomatte und Schlafsack im Auto ausgerollt. Das rauschende Wasser im Hintergrund und der stark Schneefall versprachen eine spannende Nacht im Nirgendwo.

Fotos

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Allgemein, Island 2012, Outdoorreisen, Reisetagebuch

Unsere Glückssträhne ist nun anscheinend vorbei. Draußen sind es zwischen 3 und 5 Grad und es regnet. Deutsches Herbst-Suddelwetter! Sachen packen und auschecken. Für 11 Uhr haben wir unser Shuttle zum Mietwagenverleiher Thrifty bestellt. Um 11.15 Uhr hat uns dann der liebe Alfred gebeten dass Appartement zu verlassen (was sein gutes Recht war) und wir haben im Flur auf unseren Mietwagenfritzen gewartet. Der kam dann auch schon bald und hat uns brav dabei geholfen unser Gepäck zu verstauen. Angekommen in der Mietwagenzentrale durften wir dann auch schon bald unser Auto in Empfang nehmen: Einen neuen Ford Explorer in der 7-Sitzer-Ausstattung! Bämm! Unser Gepäck verladen und erstmal raus aus der Stadt. An einem Rastplatz außerhalb der Stadt haben wir uns dann zuerst ordentlich eingerichtet:

  • Rückbänke umklappen und testen auf Schlafmöglichkeit – Check!
  • Isländische SIM-Karte in Tablet, WiFi-Hotspot für alle unsere Devices – Check!
  • USB-Ladeadapter und Anschluß für Sound – Check!

Wir befanden uns bereits auf der sogenannten Ringstraße, die – wie der Name schon erahnen lässt – einmal um die Insel führt. Das Ziel unserer ersten Tagesetappe sollte das kleine Örtchen Vík werden. Vík ist laut Reiseführer eine kleine Oase zwischen den bedrohlichen Gletscher Myrdalsjökull und den tiefschwarzen Sand- und Kieselstränden.

Die Ringstraße ist schon ein Erlebnis für sich. Tolle Hügel und die für Island so typische Lavalandschaft findet man auf den ersten paar Kilometern direkt hinter Rekyavík. Danach können wir leider gar nicht mehr wirklich sagen, wie die Landschaft so ist. Mehr Wolken, mehr Nebel, mehr Regen engten unsere Sicht immer mehr ein. Beinahe hätten wir unser Tageshighlight verpass: Auf der linken Seite entdeckten wir zufällig einen Wasserfall, den wir uns dann mal aus der Nähe angesehen haben. Aus Schätzungsweise 60-80 Meter Höhe stürtzte das Wasser lautstark in einen kleinen Pool unterhalb der Felskante. Rund um den Pool war der Boden teilweise völlig vereist. Neben dem Fall führte eine kleine Treppe noch etwas näher an den Fall heran. Die Treppe und sogar die Geländer führten eine ca. 5 cm dicke Eisschicht. Wir haben uns insgesamt nur ca. 20 Minuten in der Nähe des Wasserfalls aufgehalten und waren von oben bis unten Nass! Trotz Regenhose, Jacke und festen Wanderschuhen war ich teilweise nass bis auf die Unterhose! Ein Riesenspaß 🙂

Bei Einbruch der Dunkelheit erreichten wir dann Vík. Über die Beschaulichkeit des wirklich sehr kleinen Dörfchens können wir leider nicht viel sagen. Es war immer noch nass, windig und nebelig – und dunkel! Das YHA (Jugendherberge) war leider schon ausgebucht, uns wurde jedoch noch ein anderes günstiges Hostel empfohlen. Mit etwas Glück fanden wir das angepriesene B&B. Ein altes heruntergekommenes Haus, dass anscheinend in den 50er-Jahren stehengeblieben ist – einfach aufgehört hat zu ticken. Die „Hausdame“ hat uns für sehr wenig Geld (6000 ISK) eingecheckt und Bar kassiert. Dafür haben wir ein Zimmer mit 2 alten Betten bekommen. Kein Frühstück. Retrospektiv, war das auch eine gute Idee. Ich hätte dort nichts essen wollen. Naja, zumindest waren wir nicht die einzigen. Bei unserem Abendessen haben wir noch einen jungen Russen kennengelernt. Der Einfachheit wegen nenne ich ihn einfach mal Popov. Popov war auf den Airwaves und hat sich überlegt in den restlichen 5-6 Tagen einmal um die Insel zu reisen. Für russische Maßstäbe sind die Entfernungen hier sehr klein. Aber selbst mit unserer Luxusoffroadfahrzeug wäre das schon ein echtes Zauberkunststück. Popov hat weder Auto noch einen Plan. Aber er ist optimistisch. Das gefällt mir 🙂

Fotos

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